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Leitung Kinderkrippe

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Marion Reißing
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stellvertretende Leitung
Frau
Denise Brodbeck
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Ein Projekt von

Eingewöhnungszeit

Foto: © michaeljung - istockphoto.com

Eingewöhnung - Von der Familie in die Kinderkrippe

Für die meisten Kinder bedeutet der Übergang zur Kinderkrippe, zum ersten Mal ohne die vertrauten familiären Bezugspersonen auszukommen. 

Damit der Anfang gelingt und die Kinderkrippe ein erweiterter Lebensbereich wird, in dem sich Ihr Kind wohlfühlt und von dessen Bildungsangeboten profitieren kann, ist es auf eine einfühlsame Begleitung durch die Eltern und pädgogischen Mitarbeiter/innen angewiesen. 

Die gestaltete Eingewöhnungsphase (nach dem Berliner Modell) von ca. 4 Wochen gibt Ihrem Kind und Ihnen die Zeit, um behutsam und vertrauensvoll die Erzieherinnen und Kinder, die neuen Räumlichkeiten und Abläufe kennen zu lernen. 

Erst wenn Ihr Kind Vertrauen zu den Bezugserzieherinnen gewinnt, kann es sich aufmachen und die neue Welt erobern!   

Denn ohne Bindung ist keine Bildung möglich.

Das Wichtigste ist dabei der Aufbau einer Bindungsbeziehung zur Bezugserzieherin. Diese neu aufgebaute Bindungsbeziehung gibt Ihrem Kind die Sicherheit, für einige Stunden am Tag auf die Anwesenheit der Eltern verzichten zu können. Sie bleiben aber die wichtigsten Bindungspersonen für Ihr Kind! 

Jedes Kind reagiert unterschiedlich auf neue Situationen und benötigt eine kürzere oder längere Zeit, Vertrauen in die Bezugserzieherin aufzubauen, die neuen Räumlichkeiten, Abläufe und Kinder kennenzulernen. Im Folgenden möchten wir Ihnen den Ablauf der Eingewöhnung näher schildern.

So gelingt der Start in die Kinderkrippe - Der Ablauf der Eingewöhnung

Die erste Woche – Ankommen und Vertrauen schöpfen

Wir heißen Sie herzlich bei uns im Haus willkommen. Sie sind mit Ihrem Kind für 2 Stunden zusammen mit der Bezugserzieherin in der Gruppe und erleben und begleiten den Tagesablauf mit. Sie sind die „vertraute und sichere Basis“ für Ihr Kind, von der aus es eine neue Bindung aufbauen und die neue Umgebung erkunden kann.

Die Bezugserzieherin ist für Ihr Kind da, vielleicht sind schon erste Kontakte (Blicke, Lächeln oder gar ein kleines Spiel zu dritt) möglich.

Bei der pflegerischen Versorgung (Wickeln, Toilette gehen, Unterstützung beim Essen) wird die Erzieherin mit Ihnen zusammen das Kind begleiten. Die Bezugserzieherin erlebt dabei, welche Gewohnheiten und Abläufe dem Kind vertraut sind.

Nach den ersten Tagen kennt Ihr Kind vielleicht schon den Tagesablauf - Jeden Tag die gleiche herzliche Begrüßung und Ihr Kind kann neugierig seine neue Welt entdecken. Die Bezugserzieherin baut den Kontakt zu Ihrem Kind deutlicher und weiter auf. 

Ende erste/ Anfang zweite Woche - Die Trennungsphase:

Nach der herzlichen Begrüßung und dem ruhigen Ankommen im Gruppenraum versuchen wir es das erste Mal mit einer behutsamen, kurzen Trennung von ca. 10-30 Minuten. Sie verabschieden sich deutlich und bewusst von Ihrem Kind und verlassen den Gruppenraum (auch wenn Ihr Kind protestiert), aber nicht die Einrichtung. 

Foto: © shalamov - istockphoto.com

Sie können gerne einen Gegenstand von sich (Schal, Schlüsselbund, Jacke,…) oder ein Kuscheltier, Schnuller, etc. im Gruppenraum als Unterstützung und Beruhigung platzieren. 

In der Elternoase können Sie es sich gemütlich machen, sich stärken, etwas lesen, etc..

Lässt sich Ihr Kind in kurzer Zeit von der Bezugserzieherin beruhigen, kommen Sie nach der vereinbarten Zeit von ca. 10-30 Minuten wieder zurück in den Gruppenraum und begrüßen Ihr Kind.

Wenn nicht, wird der erste Trennungsversuch abgebrochen und Sie werden früher in den Gruppenraum geholt.

Nach dieser Trennungsphase ist der Kleinkindtag dann zu Ende. 

Nach dieser ersten Trennungssituation werden wir gemeinsam mit Ihnen entscheiden, ob Ihr Kind eine kürzere Eingewöhnungszeit (2 bis 4 Wochen) oder eine längere Eingewöhnungszeit  (2 bis 6 Wochen) benötigt.  

Kürzere Eingewöhnungszeit

(2. bis 4. Woche)

Ihr Kind hat Vertrauen und Sicherheit zur Bezugserzieherin aufgebaut und lässt sich von ihr beruhigen. Die Trennungsphase wird nun stückweise verlängert, bis Ihr Kind die gesamten Abläufe kennengelernt hat. In dieser Phase sind Sie nur noch teilweise in der Gruppe anwesend, können die Einrichtung zeitweise verlassen – Sie sind aber dennoch jederzeit telefonisch, etc. erreichbar.

Längere Eingewöhnungszeit

(2. bis 6. Woche)

Ihr Kind benötigt noch etwas mehr Zeit, Vertrauen und Sicherheit zur Bezugserzieherin zu schöpfen. 

Die Bezugserzieherin baut weiter Kontakt zu Ihrem Kind auf. Es finden mehrere Tage keine weiteren Trennungen statt - bis Ihr Kind mehr Vertrauen und Sicherheit zur Bezugserzieherin gewonnen hat. Anschließend findet wieder eine kurze Trennungsphase statt, die dann ggf. stückweise verlängert wird, bis Ihr Kind die gesamten Abläufe kennengelernt hat. In dieser Phase sind Sie nur noch teilweise in der Gruppe anwesend, können die Einrichtung ggf. zeitweise verlassen – Sie sind aber dennoch jederzeit telefonisch, etc. erreichbar.

Ende der Eingewöhnungszeit:

Ihrem Kind sind alle Abläufe vertraut und es hat eine stabile Beziehung zur Bezugserzieherin aufgebaut. Trennungsprotest ist immer noch ganz normal – das Kind lässt sich aber von der Bezugserzieherin trösten und findet dann gut in den Alltag und das Spielen hinein. Es bleibt alleine über die benötigte Betreuungszeit in der Einrichtung und verbringt eine lernintensive und spannende Zeit.